Sie sind hier: Startseite » Aktuelles » Nachrichtenarchiv
  • Versenden!
 

Nachrichtenarchiv

  • Hedda hat die Macht
    Während Ein Puppenheim eindeutig das über die Zeiten hinweg und weltweit am meisten gespielte Ibsen-Stück ist, so regiert im 21. Jahrhundert Hedda Gabler. Seit nunmehr drei Jahren sticht sie in der Gunst sowohl Nora, Peer, Dr. Stockmann als auch Helene Alving aus. 2008 gab es 33 Premieren von Hedda Gabler. Die Anzahl der Premieren der übrigen mit Hedda Gabler auf den fünf ersten Plätzen liegenden Stücke von Ibsen beträgt für Peer Gynt 30, für Ein Puppenheim 25, für Ein Volksfeind 15 und für Gespenster 14.

    (30.12.2008)
  • Harrisons Geschichtsbuch wieder auf dem Dachboden
    Eine schmerzlich entbehrte Kostbarkeit, Harrison’s History of London aus dem Jahre 1776, die 1974 während einer Ausstellung in der Bibliothek von Skien gestohlen worden war, ist nun endlich wieder in Henrik Ibsens Elternhaus Venstøp zurückgekehrt. Das Buch hat in Ibsens Biographie und auch in Ibsens Werk - durch Hedvig in der Wildente unsterblich gemacht - einen besonderen Status inne. Ein neulich in einem Londoner Antiquariat erstandenes Exemplar des Buches ist nun wieder in Venstøp und der Kriminalfall von 1974 ist aufgeklärt.

    Jørgen Haave mit Harrison’s History of London. Klicken Sie für höhere Auflösung.
    (30.10.2008)
  • Preisträger und Provokationen in Skien
    Die erste im Zusammenhang mit dem Internationalen Ibsen-Preis ausgerichtete Konferenz wurde am 1. September in Skien abgehalten. Die Teilnehmer der Konferenz "Artistic freedom - Myths and Realities"("Künstlerische Freiheit - Mythen und Realität") hörten von der Zensur, der die Künstler selbst und ihre Ideen ausgesetzt sind, wo diese für die lokalen Behörden als provokant aufgefasst werden können. Die Konferenzteilnehmer, die aus vielen Ländern gekommen waren, unterstrichen, dass die Kunst nicht für alle frei sei.
    Prisvinner Sir Peter Brook
    Der Preisträger des Internationalen Ibsen-Preises: Sir Peter Brook. Fotograf: Dag Jenssen.
    Es war jedoch die inspirierende Rede des ersten Preisträgers des Internationalen Ibsen-Preises, Sir Peter Brook, die das größte Interesse erweckte. Am selben Abend wurde dem erfahrenen norwegischen Autor und Dramatiker Edvard Hoem der Nationale Ibsen-Preis 2008 verliehen. (08.09.2008)
  • Peter Brook wird mit dem Internationalen Ibsen-Preis ausgezeichnet
    Der anerkannte Theater- und Filmregisseur Peter Brook ist erster Preisträger des Internationalen Ibsen-Preises. Das wurde am Montag, dem 18. August, auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Das Preiskomitee begründete seine Entscheidung damit, dass Brook im Laufe seiner über 60 Jahre langen Karriere gezeigt hat, dass all bedeutende Dramatik und das Theater die einzigartige Fähigkeit besitzen, Menschen zusammen zu bringen. Und dass die Kultur allen gehört. "Viele haben sich seiner Ideen und Visionen bedient und in seiner gesamten Produktion hat er gezeigt, dass wir uns selber nicht genug sind", sagte die Vorsitzende des Komitees, Liv Ullmann. "Peter Brook ist ganz einfach fantastisch tüchtig", sagt das Mitglied des Preiskomitees Anna Bache-Wiig.

    Liv Ullmann
    Die Vorsitzende des Preiskomitees Liv Ullmann
    (26.08.2008)
  • Neue Hartmann-Inszenierung auf dem Ibsen-Festival
    Der Intendant des norwegischen Nationaltheaters, Eirik Stubø, präsentierte am 3. Juni das Programm des letzten Ibsen-Festivals im Rahmen seiner Amtszeit, die noch bis 31.12.2008 währt. Vorläufig sind 20 Veranstaltungen geplant: 13 Theaterinszenierungen und 7 andere Veranstaltungen. Aus 6 verschiedenen Ländern kommen 8 Gastspiele. Aus Leipzig wieder eingeladen wurde Sebastian Hartmann, der die Premiere seiner "Matthäus-Passion" - die Inszenierung, mit der er seine Intendanz am Centraltheater Leipzig einleitet - auf das Ibsen-Festival legt. Die Inszenierung basiert sich auf Ingmar Bergmans Film Licht im Winter, Ibsens Brand und Johann Sebastian Bachs musikalischen Werk Matthäus-Passion.

    Logo Ibsenfestivalen 2008. Klicken Sie für Festivalprogramm.
    (05.06.2008)
  • Zwei neue Ibsen-Filme!
    Wir haben eine Weile gewartet, doch jetzt haben wir 60 Verfilmungen von Ibsens Werk zusammen. In dem langsam wachsenden Wald von Ibsen-Filmen befinden sich eine amerikanische Version von Ein Volksfeind: An Enemy of the people als Nummer 60 und der schottische Film Ghosts (Gespenster) als Nummer 61 unter den neuen Beiträgen auf der Liste. So zentral wie sie in Ibsens Werk stehen, werden sie weltweit viel auf den Theaterbühnen gespielt und sind früher bereits - faktisch auf drei Kontinenten - verfilmt worden. Die Geschichten präsentieren uns charmante Gestalten, die uns mit ihren Eigenarten und Schwächen berühren. Aber wo die eine Produktion lediglich Rechtgläubigkeit zeigt, gelingt es der anderen neben der Tragödie den Lebenswillen zu zeigen. (13.05.2008)
  • Suzannah Ibsens Leben zwischen zwei Buchdeckeln
    Astrid Sæther. Foto: Jens-Morten Hanssen
    Zum ersten Mal erscheint eine Biographie über Suzannah Ibsen. Henrik und Suzannah gingen nicht nur den Bund der Ehe ein, sondern auch einen künstlerischen Bund, meint die Autorin Astrid Sæther. Henrik war das dichterische Genie, Suzannah gab ihm Stärke, Festigkeit, Ruhe und Disziplin. Sie inspirierte ihn zu seinen vielen großen Frauengestalten, doch wo Ibsens Frauengestalten zugrunde gehen, hielt sich Suzannah aufrecht. Zwei Mal verließ sie ihn jedoch, aus Rücksicht auf ihre "Pflichten gegenüber sich selbst", genau so wie Nora. (05.03.2008)
  • Ibsen-Preis wird Kunstpreis
    Am 6. Dezember hatte der neu berufene Ausschuss für den Internationalen Ibsen-Preis seine erste Sitzung. Wir trafen die Ausschussvorsitzende Liv Ullmann und die Geschäftsführerin Inger Buresund nach der Sitzung zu einem Gespräch. Der Ausschuss möchte mit dem Preis vorrangig die darstellende Kunst honorieren. Doch der Preis hat eine nachteilige Grundlage: Er sollte Teil eines Fonds sein, so wie der norwegische Abel-Preis, ist es aber nicht.
    Inger Buresund und Liv Ullmann. Foto: Jens-Morten Hanssen
    (18.12.2007)
  • Ibsens Weg vom Menschen zur Maske
    Ivo de Figueiredo. Foto: Jens-Morten Hanssen/Ibsen.net
    Haben wir ihn nun? "Nein, ich habe ihn nicht", antwortet Ivo de Figueiredo, behauptet jedoch, dass er zu einzigartigen neuen Einsichten bezüglich unseres Verständnisses von Henrik Ibsen gelangt ist. Wir interviewten den Biographen im Anschluss an die Präsentation des zweiten Bandes seiner Ibsen-Biographie, Henrik Ibsen. Masken ("Henrik Ibsen. Die Maske"). Er wirkte unfähig in Bezug auf alles, was nicht mit dem Schreiben zu tun hatte, doch zum Schreiben taugte er dagegen sehr. Und de Figueiredo zufolge verwandelte sich Ibsen im zweiten Teil seines Schaffens vom Menschen in die Maske. (13.11.2007)
  • Immer noch Hoffnung für Klein Eyolf-Film
    Ulrich Thomsen, aktuell als Alfred Allmers
    Das Team, das hinter dem auf dem Stück Klein Eyolf basierenden Filmprojekt "The Frost" ("Der Frost") steht, hat erfahren müssen, wie schwierig es ist, in Norwegen eine Filmförderung zu bekommen, wenn man seinen Ausgangspunkt in Ibsens Werken nimmt. "The Frost" ist eine spanisch-schwedisch-norwegische Co-Produktion, doch diesen Sommer wurde durch den staatlichen Fernsehsender NRK verlautet, dass die Zusammenarbeit mit dem norwegischen Partner, Original Film AS, abgebrochen wurde, weil der Norwegische Filmfond den Film nicht fördern wolle. Nun wurde jedoch ein neuer norwegischer Co-Produzent, Frost Media, an das Projekt gebunden. (24.08.2007)
  • Wandern Sie in diesen Sommer in Ibsens Fußspuren durch Oslo!
    Während seines bemerkenswert unbeständigen Lebens wanderte Ibsen durch die Straßen von Bergen und Rom, schwamm in der Bucht von Amalfi und genoss das Leben der Oberschicht in München, doch Oslo ist die Stadt, in der er die meiste Zeit verbracht hat. Hier lebte Ibsen 23 Jahre lang, und zwar in drei verschiedenen Abschnitten seines Lebens: zuerst als Student und Herausgeber (1850-51), dann als Theaterintendant und Dichter (1857-1864) und schließlich als weltbekannter Dramatiker (1891-1906). (12.07.2007)
  • Ibsen.net zieht in die Nationalbibliothek
    Das Ibsen-Jahr ist Geschichte, doch die Webseiten von ibsen.net werden dank finanzieller Zuschüsse aus dem Staatsbudget weiter geführt. Nun hat das Ministerium für Kultur und Kirche beschlossen, die organisatorische Verantwortung für die Webseiten auf Dauer der Nationalbibliothek in Oslo zu übergeben. (16.03.2007)
  • Das Ibsen-Jahr von A bis Z
    Alles in allem bestand das Ibsen-Jahr, dem Veranstaltungskalender von ibsen.net nach, aus 8213 Einzelveranstaltungen. 83 Länder aller Kontinente nahmen an der Würdigung teil.

    (17.01.2007)
  • Terje in Yokohama
    Terje Vigen, das vielleicht bekannteste Gedicht Ibsens, ist ein aufreibendes und spannendes Drama über die Rache. An der japanischen Küste bekommt das grandiose Gedicht im November die Aufmerksamkeit, die ihm zusteht, und zwar in Form einer norwegischen Kunstinstallation, die wohl bisher größte ihrer Art. (27.09.2006)
  • Der pyramidale Peer Gynt
    Ein verwirrter Mann tritt aus der Wüste heraus, die Gedanken wimmeln in seinem Kopf. Er trocknet sich die feuchte Stirn, hebt langsam den Kopf und erblickt einen enormen Steinlöwen mit Männerkopf. Die Sphinx starrt stumm und gebieterisch von oben herab und antwortet ihm nicht. (30.08.2006)